Anträge – eingereicht, aber noch nicht auf der Tagesordnung

Positionierung: Uniämter durch die VS besetzen
Eingereicht von Michi Valler am 06.11.2026 15:41 Uhr

Antragstext:

Die VS fordert von Universität, Senat, und Rektorat:

  • Das Verfahren zur Besetzung von Plätzen in allen Ausschüssen, Kommissionen, und sonstigen Ämtern, die einer spezifischen Statusgruppe zugeordnet sind, so umzugestallten, dass diese Statusgruppe allein, auf demokratische Weise, über die Mitglieder entscheidet.
  • Im Falle der studentischen Plätze die Wahl vollständig in die Zuständigkeit der Verfassten Studierendenschaft zu übergeben.
  • In Fällen wo eine der obigen Forderungen aus rechtlichen Gründen unmöglich ist, alternative Methoden der Demokratisierung der jeweiligen Gremien einzusetzen.

 

 

Antragsbegründung:

Aktuell werden die meisten Studentischen Plätze in Unigremien durch den Senat besetzt, der eine professorale Mehrheit nach LHG hat. Auch wenn es nicht in Praxis passiert, ist allein die theoretische Möglichkeit, dass die anderen Statusgruppen, insbesondere die Profs, über die studentischen Mitglieder in Unigremien entscheiden, undemokratisch.

Am Beispiel des VS-Mitglieds im Senat ist sichtbar, dass eine direkte Wahl durch die VS für Unigremien möglich ist. Dieses Modell sollte vor allem auf die Ausschüsse und Kommissionen von Senat und Rektorat ausgeweitet werden.Hier wäre natürlich auch ein anderer Mechanismus, wie direkte Wahl, zusammen mit den anderen Senatsmitgliedern, möglich. Ein bisschen Spielraum wird hier sicherlich nicht schlecht ankommen.Hauptsache die Wahl für Plätze die einer Statusgruppe zugeordnet sind erfolgt durch nur diese Statusgruppe, und nicht den sehr verzerrten Senat.

Diese Positionierung fordert auch, dass die Wahl der direkt gewählten studentischen Mitglieder des Senats (und der Ämter auf dezentraler Ebene) nicht vom Uni-Wahlamt, sondern von der VS organisiert wird. Das wäre organisatorisch durchaus praktisch, da wir dann nicht mehr unsere StuRa-Wahlen auf den Zeitraum der Uni-Wahlen abstimmen müssten, sondern einfach wählen könnten, wann es für die Studis am praktischsten ist.Einfach generell sollten wir unsere eigenen Mitglieder in allen Ämtern so wählen können, wie wir wollen (aktuell wird unsere Meinung zu Terminen o.ä. nichtmal erfragt).Außerdem könnten wir potentiell andere Formalitäten (Kandidaturfristen, Listenanforderungen, Stimmverteilung) haben, sofern wir wollen.Außerdem könnte die Wahlbeteiligung steigen, wenn alle Wahlen bei denen die Studis wählen können über dasselbe Portal laufen.

Ich vermute, dass die meisten dieser Forderungen durch Änderung von Satzungen der Uni möglich sind, aber für den Fall, dass dies nicht so ist, sollten wir hilfsweise andere Demokratisierungsmittel empfehlen.

Ich glaube hier so eine maximalistische Forderung zu stellen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest einem primären Vorschlagsrecht für die VS stattgegeben wird.